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`Hundekot macht Kühe tot`


Der bayerrischen Bauernverband weißt darauf hin, dass Neospora Caninum zu Fehlgeburten bei Rindern führt.

 

Hundekot Plakat des BBV | Tierarztpraxis-Hanau.de

Der bayerischen Bauern­ver­band informiert in einer seiner Presse­mit­tei­lung­en über die Zusammenhänge zwischen Erregern im Kot und gesundheitlichen Be­ein­träch­ti­gung­en bei Wieder­käu­ern

Davon ausgehend, dass vielen Hundebesitzern die Zu­sammenhänge und Hin­ter­gründe nicht bekannt sind - und davon ausgehend, dass viele Hundebesitzer nicht absichtlich Andere bzw. andere Tiere schädigen wollen, stellen wir die Pressemitteilung nachstehend ein:


Hundehaufen sind nicht nur auf Grünflächen und Gehsteigen ein Ärgernis. Sie können auf der grünen Wiese für Tiere zur echten Gefahr werden. Zum Beispiel dann, wenn Kühe Heu oder Grassilage fressen, das durch Hundekot mit Parasiten verunreinigt ist. Ein Gramm Hundekot beinhaltet Millionen von Bakterien. Viele Hundebesitzer sehen nicht ein, dass ihre Vierbeiner um diese Zeit in den Wiesen nicht mehr geduldet werden.

?Hundebesitzer wollen ihren Tieren in der Natur freien Lauf lassen?, sagt Josef Wasensteiner, Referent für Vieh und Fleisch beim Bayerischen Bauernverband. Allerdings müsse man auch sehen, dass sich dadurch für die Landwirtschaft Probleme ergeben. Beim Mäh- und Erntevorgang wird Hundekot in das Futter vermischt. ?Fressen Nutztiere dieses Weidefutter, können Krankheitserreger übertragen werden. Der Hundebandwurm kann zum Beispiel bei Rindern zu Fehl- oder Totgeburten führen. Ein anderer Parasit der durch Hundekot übertragen wird, ist der Einzeller Neospora Caninum. Auch er führt zu Fehlgeburten bei Rindern. Einen Impfstoff dagegen gibt es nicht und befallenen Tieren sieht man meist nicht an. Der Parasit ist lediglich durch eine Blutuntersuchung nachweisbar?, erläutert Wasensteiner das Problem. Aber auch wirtschaftlich hat die Verunreinigung von Futterflächen weitreichende Folgen. So sind den Landwirten seitens der EU strenge hygienerechtliche Vorschriften bei der Gewinnung von Lebensmitteln auferlegt. ?Ihre Einhaltung ist nicht sichergestellt, wenn Futtermittel verunreinigt sind?, erklärt Wasensteiner. Im schlimmsten Fall könne das Weidefutter dann nicht verwertet werden. ?Für erzeugte Produkte wie Fleisch oder Milch trägt der Landwirt die volle Verantwortung?.

Das Argument vieler Hundebesitzer, Hundekot sei gleich Kuhfladen, entkräftet Wasensteiner. ?Fleischfresser müssen hier von Pflanzenfressern unterschieden werden. Wird Gülle oder Mist auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht, so wird er vom Boden schnell aufgenommen?, erklärt der Experte. Eine Übertragung von Krankheiten erfolge hauptsächlich durch Kot von Fleischfressern. Der Bayerische Bauernverband rät den Bauern zum Dialog mit den Hundebesitzern. ?Nur so entsteht gegenseitiges Verständnis. Den Hundehaltern muss verdeutlicht werden, die Hundehaufen ihrer Vierbeiner nicht nur in Stadtparks, sondern auch auf Wiesen und Weiden auf dem Land einzusammeln und mitzunehmen?, sagt Wasensteiner.


 

 

Hanau, im April 2010
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